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vom Mittwoch, 28.04.2010 15:31

Tag gegen den Lärm - Medienmitteilung des SSF

28. April: Weniger Lärm – weniger Fluglärm - mehr Ruhe!
Winterthur, 26. April, 2010 Der 28. April ist der internationale Tag gegen den Lärm. Lärm macht krank wie verschiedene Studien belegen. Trotzdem nimmt der Lärm laufend zu, die allermeisten Menschen in der Schweiz sind einem Dauerlärmpegel ausgesetzt. Die gesundheitlichen Folgekosten sind nicht bekannt. Die Lärm intensive Luftfahrt gilt als wirtschaftlicher Wachstumsbereich, trotz zur neige gehender Erdölressourcen. Der SSF fordert eine Nachtflugsperre von mindestens acht Stunden, den Verzicht auf jegliche Subventionen für die Luftfahrt, die Durchsetzung des Verursacherprinzips, den Einsatz von Simulatoren um die Anzahl militärischer Flüge einzudämmen und den Ausbau des Schienen Netzes.
Seit über 20 Jahren wird der Tag gegen Lärm Europa weit begangen. Trotzdem nimmt der Lärm jährlich zu. Zwar hat der Bundesrat 2005 über Stand und Perspektiven der Lärmbekämpfung einen Bericht verfassen lassen – nur ändert auch ein Bericht nichts an der Lärmbelastung der Bevölkerung – konkrete Massnahmen sind gefragt.
Wenn es um konkrete Massnahmen geht, wiegelt der Bundesrat ab, vertritt die Meinung, mehr als heute 5, 5 und ev. später 6,5 Stunden Nachtruhe um den Flughafen Zürich seien aus Rücksicht auf die Wirtschaft nicht möglich. Ein Hohn für die Lärm geplagte Bevölkerung!
Die Bewilligungen für Gebirgslandeplätze vor allem für Helikopterflüge werden vom Bundesrat erneuert und in Stein gemeisselt – mit den entsprechenden Lärmfolgen in den Tourismusgebieten. Nur zögerlich werden einzelnen Landschaftsruhezonen ausgeschieden.
Höhere Gewalt - der Vulkanausbruch auf Island mit der folgenden Aschewolke über Europa hat uns den Unterschied zwischen Dauerbelärmung und erholsamer Ruhe aufgezeigt!
Lärm stört. Lärm beeinträchtigt das Wohlbefinden von Mensch und Tier. Lärm macht krank.

Der SSF fordert:
- Verpflichtung und Anreize zum Einsatz emissionsarmer Technik im Aviatikbereich.
- Keine Subventionen und steuerlichen Vorteile für den Luftverkehr. Nur so lässt sich das prognostizierte Wachstum bremsen. Der heutige Stand der Revision des Luftfahrtgesetzes wird dieser Forderung nicht gerecht.
- Reduktion der Flugkilometer bei den Militärflugzeugen dafür Einsatz von Simulatoren.
- Ausbau des Schienenverkehrs, der je Personenkilometer bezüglich Energie und Emissionen die besten werte aufweist. Namentlich gilt für Reisen unter 500 Kilometern: Zug statt Flug! Für den zunehmenden Gütertransport sowieso.

Für Rückfragen: Marlies Bänziger, Präsidentin SSF Tel: 076 592 66 87

  
vom Donnerstag, 22.04.2010 14:04

Aschewolke: SSF fordert Einhaltung der Nachtruhe und keine Kostenfolge für die Allgemeinheit

Winterthur, 21. April 2010. Trotz Vulkan-Asche: Die Bevölkerung hat ein Recht auf Nachtruhe. Es ist dem Schweizerischen Schutzverband gegen Flugemissionen (SSF) unverständlich, dass die Nachtruhe aufgeweicht werden soll, um Flüge abzuwickeln. Er ist auch gegen staatliche Unterstützung für die Ertragsausfälle wegen des Vulkanausbruchs. Die Luftfahrt wird schon heute massiv staatlich unterstützt - Kerosin ist Steuer befreit. Kurze und mittlere Distanzen sollen zudem zwingend auf der Schiene zurückgelegt werden.

Der Vulkanausbruch auf Island zeigt es einmal mehr deutlich auf: Die Luftfahrt-Industrie ist ein ausgesprochen störungsanfälliger Wirtschaftszweig. Sei es das Swissair-Grounding, 9-11 oder ein Vulkanausbruch - alle paar Jahre wird durch ein Ungemach irgendwo auf der Welt die gesamte Luftfahrt still gelegt.

Die Diskussionen, wer die Kostenfolgen tragen soll und was auf die Allgemeinheit abgewälzt werden kann, entbrennen jeweils nach solchen Ereignissen so sicher wie das Amen in der Kirche.

Die Branche kalkuliert am Limit um konkurrenzfähig zu sein. Um die Flugpreise tief zu halten werden Risiken ganz offensichtlich kaum eingerechnet, geschweige denn versichert. Nicht zuletzt sind daher die Flugpreise so tief. Trifft der Schadenfall ein, soll offenbar die Allgemeinheit bezahlen!
Nur so ist zu erklären, dass die Fluggesellschaften und deren Nebenbetriebe jeweils beim Staat die hohle Hand machen, um sich ihre nicht versicherten Ertragsausfälle mit öffentlichen Geldern finanzieren zu lassen. Analog den Banken bei der Finanzkrise.
Für den SSF ist es unverständlich, und es widerspricht den Grundsätzen von Eigenständigkeit und Eigenverantwortung der Wirtschaft, wenn der Staat die wirtschaftlichen Risiken der Luftfahrt tragen soll, wie dies die EU-Kommission offenbar erwägt!

Auch jetzt: Schlaf für die lärmgeplagte Bevölkerung!

Trotz Vulkan-Asche: Die Bevölkerung hat ein Recht auf Nachruhe.
er SSF lehnt es ab, die Nachtruhe aufzuweichen, um zusätzliche Flüge abzuwickeln zu können. Schliesslich dürfen die Autos auch nicht schneller fahren, wenn sie an einer Baustelle zuvor aufgehalten worden sind.

Flughafen, Fluggesellschaften und auch das BAZL müssen sich auch jetzt an die Regeln halten – zum Schutz der Bevölkerung.

Der SSF fordert:

Die Luftfahrt als störanfälliger Wirtschaftszweig soll eigene Reserven bilden, beziehungsweise sich entsprechend versichern, um finanziell eigenverantwortlich handeln zu können. Die Kosten für die Versicherung sind von den Flugpassagieren zu tragen.

Keine staatliche Unterstützung für die Ertragsausfälle wegen des Vulkanausbruches, denn die Luftfahrt wird schon heute massiv staatlich unterstützt. Kerosin für internationale Flüge ist beispielsweise Steuer befreit.

Die Nachtflugsperre muss in jedem Fall eingehalten werden – auch bei einem Nachholbedarf des Flugverkehrs. Soweit nötig und möglich sollen zusätzliche Flüge tagsüber eingeplant werden.

Es braucht dringend mehr Investitionen in die Schieneninfrastruktur und den Betrieb internationaler Eisenbahnverbindungen, denn die Schiene ist weniger krisenanfällig als die Luftfahrt. Kurze und mittlere Distanzen müssen zwingend auf der Schiene zurückgelegt werden, denn dies ist auch die weitaus umweltfreundlichere Reiseart.


Für weitere Auskünfte:
Marlies Bänziger, Präsidentin SSF Tel. (076) 592 66 87

  
vom Donnerstag, 01.10.2009 18:58

Spannungsfeld Luftfahrtpolitik 28. November 2009

Samstag 28. November 2009 um 10.15 Uhr
im Hotel Glockenhof, Sihlstrasse 31, Zürich

Vortrag von Herrn Peter Müller
Direktor Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL
anschliessend Diskussion
Moderation: Marlies Bänziger, Präsidentin SSF

  
vom Donnerstag, 01.10.2009 14:22

Flugverkehr – Spannungsfeld zwischen Ferien und Flugemissionen (Vortrag)

Billig-Ferien in aller Welt, 10-fache Flug-Meilen auf Weinkäufen, Geld sparen beim Ferienangebot – Billigstangebote und Werbung kennen da keine Grenzen. 
Lärm über Wohngebieten, ja ganzen Regionen, Luftverschmutzung in Ballungsgebieten und Klimaschädigung weltweit stehen den Anpreisungen entgegen.
Wer beim Stichwort Fliegen vor allem an Ferien oder Geschäftsreisen denkt, ist sicher nicht allein, doch greift diese Haltung klar zu kurz. Rund 1/3 der Flugkilometer machen übrigens Geschäftsreisen aus, etwa 2/3 gehen auf das Konto Ferien.

Umweltbelastung des Flugverkehrs massiv unterschätzt
Obwohl heute der Schutz der Umwelt und insbesondere des Klimas im Sorgenbarometer der Bevölkerung weit oben stehen, verschwenden viele Reisende kaum einen Gedanken an die Belastung, welche vom Flugverkehr ausgeht.
Und wenn im Jahr 2000 aufgrund von Forschungsarbeiten (Nationales Forschungsprogramm „Verkehr und Umwelt“, Medienmitteilung 22. September 2000) festgestellt wurde „Die Umweltbelastung des Flugverkehrs wurde bisher massiv unterschätzt und Massnahmen fehlen fast völlig“, so gilt dies auch heute noch.

Wer überlegt sich schon, dass eine Flugreise nach New York mit gut 2 Tonnen CO2 und einer Klimawirkung entsprechend rund 5 Tonnen CO2 zu Buche schlägt, oder dass eine Flugreise nach Australien gar mit fast 6 Tonnen CO2 und einer Klimawirkung entsprechend 15 Tonnen CO2 die persönliche Klimabilanz belastet. Im Vergleich dazu beträgt der jährliche Pro-Kopf-Ausstoss für Personen in der Schweiz zurzeit ca. 10 Tonnen CO2. Langfristig ist aus Gründen des Klimaschutzes eine Reduktion auf 1 Tonne CO2-Ausstoss pro ErdenbürgerIn und Jahr gefordert.

Enormes Wachstum prognostiziert
Dass beim Flugverkehr die Zeichen auf Gefahr stehen, beweist auch die Tatsache, dass sich der Flugverkehr in der EU zwischen 1990 und 2005 etwa verdoppelt hat.
Ähnliches gilt für die Schweiz, wie die Grafik der Schweizer Flughäfen mit der Angabe der „Millionen Passagiere“ und jene für den Flughafen Zürich mit Passagier- und Flugbewegungszahlen zeigt. Weltweit zeigen die Kurven noch weit steiler nach oben.

  
vom Donnerstag, 01.10.2009 14:21

  
vom Donnerstag, 01.10.2009 14:21

  
vom Donnerstag, 01.10.2009 14:21

Vortrag2

Dass damit die Anwohnerinnen und Anwohner in den Flughafen-Regionen mit weiterhin hoher Lärmbelastung leben müssen, das kümmert all jene, die solche Wachstumskurven als „normal“ und „wirtschaftlich notwendig“ betrachten, wohl kaum.
Bedrohlich wirken diese Zahlen hingegen für alle jene, welche die wissenschaftlichen 
Erkenntnisse betreffend Klimaveränderung ernst nehmen.

Was solche Zahlen betreffend Klimaschädigung bedeuten, das zeigt die Grafik zum Klimaeffekt der verschiedenen Bereiche in der Schweiz und zwar für das Jahr 2005 und das Jahr 2020. Der Anteil des Flugverkehrs an der Klimaschädigung steigt beträchtlich, nämlich von 17.4 % auf 29.2 %.

  
vom Donnerstag, 01.10.2009 14:20

  
vom Donnerstag, 01.10.2009 14:20

Vortrag 3

Die Eisenbahn ist für viele Reisen eine echte Alternative. Erstens ist die Klimabelastung bei einer Bahnreise ein Mehrfaches kleiner als bei einer Flugreise und zweitens zeigt die „Herkunft und Destination der Flüge“ ab Flughafen Zürich, dass viele Flüge innerhalb Europas stattfinden und somit ein Umsteigen auf die Schiene vielfach im Bereich des Möglichen liegt.


WAS TUN?
Der Flugverkehr darf bei der Klimadiskussion nicht länger ausgenommen werden – das gilt für uns und auch weltweit. Die EU hat mit Auflagen betreffend CO2-Ausstoss und Einbezug des Flugverkehrs in das Emissionshandels-System (Beschluss 2008, Start 2012) einen Schritt in die richtige Richtung getan. Die Nachahmung ist „wärmstens“ empfohlen. 
Die Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember 2009 hat noch weit grundlegendere Schwierigkeiten zu überwinden – doch langfristig muss der Flugverkehr auch da Thema der politischen Agenda sein.

Und auf den Punkt gebracht – Tipp: 
Flugreisen sind etwas für besondere Gelegenheiten. Sie lassen sich nur mit einem intakten Klima vereinbaren, wenn man sie bewusst und in kleinen Mengen geniesst. (BAFU, „Flugreisen belasten das Klima“, siehe unten)



Eine Stellungnahme zum Thema Klimaschutz im Allgemeinen:

„Die CO2-Menge, die bis zum Jahr 2050 höchstens emittiert werden darf, damit das Zwei-Grad-Ziel (betreffend Klimaerwärmung – Einschub SSF) nicht überschritten wird, ist begrenzt. Von dieser Menge haben wir bereits jetzt ein Drittel aufgebraucht. Wir müssen also ziemlich schnell und drastisch unsere CO2-Emissionen runterfahren, und das ist mit Markt und Freiwilligkeit allein nicht hinzukriegen. Da muss schon mehr Druck dahintergesetzt werden.“ 
Dr. Renate Schubert, Professorin für Nationalökonomie ETH Zürich (ETH GLOBE, Nr.2/Juni 2009).


Gefunden auf der Website des Bundesamtes für Umweltschutz BAFU 
www.bafu.admin.ch/dokumentation/umwelt/06473/06546/index.html?lang=de
Flugreisen belasten das Klima
Kein anderer Konsumentscheid im Alltag hat grössere Auswirkungen auf die persönliche CO2-Bilanz als das Fliegen. Die Technik bietet hier keine Sparvarianten. 
«Wer regelmässig einen Ferienflug bucht, macht in kurzer Zeit die Wirkung aller kleinen Alltagsschritte zur Verminderung seines CO2-Ausstosses zunichte», stellt Markus Nauser von der Sektion Klima beim BAFU fest. «Stromsparlampen, effiziente Haushaltgeräte und vermiedene Stand-by-Verluste können zwar einen willkommenen Beitrag zum Klimaschutz leisten, weil auch die Stromproduktion CO2 freisetzt. Doch die Emissionen einer Wochenend- oder Ferienreise mit dem Flugzeug übersteigen solche Einsparungen bei Weitem.»
So setzt etwa ein Retourflug in die Karibik pro Passagier rund 2 Tonnen (t) CO2 frei, und eine Flugreise nach Skandinavien belastet das Klima mit 0,35 t. Im Schweizer Durchschnitt erreichen die jährlichen Pro-Kopf-Emissionen des Luftverkehrs gegenwärtig 0,5 bis 0,6 t.
Kompensation ist keine nachhaltige Lösung
Heute verkaufen immer mehr Anbieter «Klima-Tickets», um den CO2-Ausstoss von Flügen, Fahrten mit dem Mietauto oder gar von sämtlichen klimarelevanten Alltagsaktivitäten zu kompensieren. Das Geld soll vorab in Entwicklungsländern Treibhausgas-Emissionen verringern. Ursprünglich war die Kompensation als letzte Möglichkeit gedacht, wenn zwingende Gründe nur die Wahl des Flugzeugs als Transportmittel zulassen. Inzwischen ist sie immer mehr zu einem Extra geworden, das man zum Pauschalarrangement bucht wie eine Safari zu den Badeferien in Kenia.
«Alleine mit klimaschonenden Projekten in Entwicklungsländern lässt sich das Klimaproblem jedoch nicht nachhaltig lösen», sagt Markus Nauser. «In erster Linie gilt es, die hohen Emissionen der Menschen in den Industrieländern zu reduzieren. Sie geben mit ihren Lebens- und Konsumgewohnheiten, aber auch mit der Entwicklung und Anwendung neuer Technologien den Takt an.» Von ihnen müsse deshalb auch der Anstoss zur Senkung der globalen CO2-Emissionen auf ein klimaverträgliches Niveau kommen. Auf längere Sicht liegt diese Marke bei rund 1 t CO2 pro Person und Jahr.
Wer jährlich einen Europa-Flug bucht und jedes zweite Jahr nach Übersee jettet, erhöht seinen CO2-Ausstoss je nach Destination um 1,5 bis 2,5 t. Benützt man aber innerhalb Europas die Bahn und unternimmt nur alle fünf Jahre einen Langstreckenflug, so sinken die entsprechenden Emissionen um 80% auf etwa 0,3 bis 0,5 t pro Jahr.
Tipp: Flugreisen sind etwas für besondere Gelegenheiten. Sie lassen sich nur mit einem intakten Klima vereinbaren, wenn man sie bewusst und in kleinen Mengen geniesst.

  
vom Freitag, 06.07.2007 17:48

Stellungnahme zu den Betriebsvarianten Flughafen Zürich, Juni 2007

Anzustrebende verkehrliche Entwicklung / Funktion des Flughafens Zürich:
Der Flughafen Zürich gehört zu den Verkehrsinfrastrukturen des Kanton Zürich und der Schweiz. Er bietet Verbindungen zu wichtigen und weniger wichtigen Destinationen. Der Flughafen, mit Flugverkehr, Landverkehr, Betrieb, verursacht Lärmemissionen und Schadstoffemissionen und belastet so Mensch, Umwelt und Klima.

Die anzustrebende Entwicklung hat daher nicht nur die Wünsche nach Mobilität und Verbindungen in die Welt zu beachten, sondern muss zwingend die Emissionen und Immissionen berücksichtigen. Eine Nachfrage orientierte Entwicklung ist daher nicht zu akzeptieren. Es sind zwingend die Emissionen durch technische Massnahmen und Anreize zu reduzieren. Um die Belastungen für Mensch, Umwelt und Klima tatsächlich zu reduzieren und nicht durch Mengenausweitung zu erhöhen, ist die Anzahl der Flugbewegungen auf maximal 250'000 zu begrenzen. Um dem Ruhebedürfnis der Bevölkerung Rechnung zu tragen, ist eine Nachtruhe von neun Stunden einzuhalten.

Bevorzugte Betriebsvariante(n):
Der SSF lehnt alle Varianten ab, welche eine Erweiterung oder Änderung des Pistensystems enthalten (Varianten H bis M und N bis S).
Die Erweiterung des Pistensystems ist bei 250'000 Flugbewegungen nicht nötig.

Eine Entscheidung betreffend Varianten kann der SSF nur vornehmen, wenn Varianten mit den Eckwerten 250'000 Flugbewegungen und neun Stunden Nachtruhe vorliegen. Dann gibt der SSF jenen Varianten den Vorzug, welche möglichst wenige Personen stark belärmen.

Optimierungsvorschläge für die bevorzugte(n) Betriebsvariante(n):
Technische Verbesserungen betreffend Lärm und Schadstoffen sind mit Vorgaben und mit finanziellen Anreizen zu fördern:
- keine Landeerlaubnis für Flugzeuge der Lärmkategorien I – IV
- keine Landeerlaubnis der Emissionskategorien 1 – 3
- differenzierte Lärmgebühren für die heutige Lärmkategorie V
- differenzierte Emissionsgebühren für die heutige Emissionskategorie 5
Es sind Start- und Landegebühren auf der Auslastung des Flugzeugs zu erheben:
- tiefe Auslastung, hohe Gebühren, hohe Auslastung, tiefe Gebühren
Lärmarme Start- und Landeverfahren sind zu evaluieren und vorzuschreiben.

Anforderungen an die raumplanerische Vorsorge:
Da die Raumplanung in der Flughafenregion Zürich bereits weitgehend durch die heutige Raumnutzung bestimmt ist (dicht besiedelte Region) ist in erster Linie auf einen Lebensraum verträglichen Flughafen hinzuwirken. Dies spricht wiederum klar für eine Begrenzung der Anzahl Flugbewegungen auf 250'000 und für eine Nachtruhe von neun Stunden.
Der Bau von Wohnungen ist in Gebieten, welche heute oder künftig über dem Planungswert liegen zu untersagen.
Zusätzlich ist betreffend Lärmgrenzwerten neben dem Leq ein weiteres Lärmmass einzuführen, welches die Anzahl der Lärmereignisse stärker gewichtet. Denn die Bevölkerung leidet nicht allein unter lauten Lärmereignissen, sie stört sich auch an etwas weniger lautem Lärm, welcher häufig auftritt (Dauerlärm). Der Leq reagiert im Bereich der Anzahl Lärmereignisse zu wenig sensibel.

  
vom Donnerstag, 14.06.2007 21:03

Europäischer Aktionstag Flugverkehr, 15./16. Juni 2007

  
vom Donnerstag, 14.06.2007 20:58

Europäischer Aktionstag Flugverkehr, 15./16. Juni 2007

Der Europäische Aktionstag wird in verschiedenen Städten Englands, Frankreichs, Deutschlands, Belgiens, der Niederlande und in der Schweiz in Zürich und Umgebung stattfinden. Das europäische Thema lautet Kurzstreckenflüge.

Kurzstreckenflüge belasten übermässig und sind nicht notwendig
• Der Zugverkehr ist mit bedeutend weniger Energieaufwand verbunden – im ICE (Intercity-Express-Zug) wird je Personenkilometer ca. 10 mal weniger fossile Energie benötigt als auf einem Passagierflug in Europa und ca. 3 mal weniger an Kernenergie. (Studie „Umweltindikatoren im Verkehr“ Kennziffern für einen ökologischen Vergleich der Verkehrsmittel, ETH Zürich / Begleitung BUWAL).
• Preislich ist der Bahnverkehr gegenüber dem Flugverkehr häufig günstiger und betreffend Zeitaufwand auf vielen Strecken konkurrenzfähig (oder mindestens zumutbar) (K-Tipp, 25.04.07, Städtereisen: Zug ist meist günstiger als Flug).
• Der Schienenverkehr verursacht weniger Lärm, weniger Schadstoffe und ist weniger Klima schädigend.
Eine Studie der INFRAS zeigt mit der Aufstellung zu den externen Kosten, dass beim Schienenverkehr in zwei relevanten Bereichen (Lärm und Klima) deutlich geringere externe Kosten anfallen. Während beim Schienenverkehr durchschnittliche Lärmkosten von 6.8 Euro pro 1000 Pkm (Personenkilometer) anfallen, sind es beim Flugverkehr durchschnittliche Lärmkosten von 12.8 Euro pro 1000 Pkm. Bei den Klimakosten werden für den Schienenverkehr 0.8 Euro pro 1000 Pkm angegeben, gegenüber 25.8 Euro pro 1000 Pkm beim Flugverkehr, das entspricht 32 mal tieferen Klimakosten! (INFRAS, Externe Kosten des Verkehrs in Deutschland, Aufdatierung 2005, Schlussbericht 2007)
• Fazit: Die Forderung „bis 500 km Zug statt Flug“ trägt zu wesentlich geringerer Belastung für Mensch und Umwelt bei und ist Reisenden im Bereich Freizeit und Geschäft in der Regel zuzumuten.

Kurzstreckenflüge haben einen hohen Anteil am Flugverkehrsaufkommen auf dem Flughafen Zürich
Die Verkehrsstatistik für den Flughafen Zürich zeigt, dass ein hoher Anteil der Flugbewegungen zu Zielen in relativ naher Distanz erfolgt. Bemerkenswert ist, dass rund 88% der Flugbewegungen zu und von Zielen innerhalb Europas erfolgen, der Interkontinentalverkehr beträgt rund12 %. (Unique, ZRH Verkehrsstatistik II)
Selbstverständlich führen auch innerhalb Europas viele Flüge über Distanzen von mehr als 500 km. Mit rund 88'000 der 2006 ca. 260'000 Flugbewegungen erfolgte aber doch ca. 1/3 aller Flugbewegungen von und nach Zürich über eine Strecke von weniger als 500 km. (Förderverein Flughafeninitiative, Statistik Flughafen Zürich, Jahrbuch Unique 2006).

Die Flughafeninitiative setzt realistische Zielvorgaben
Das Potenzial für „Ruhe geniessen – bis 500 km Zug statt Flug!“ ist durchaus gegeben und muss im Sinne des Schutzes der Bevölkerung vor Fluglärm und im Sinne eines wirkungsvollen Beitrags zum Klimaschutz genutzt werden. Die Flughafeninitiative mit jährlich maximal 250'000 Flugbewegungen und einer Nachtruhe von 9 Stunden schafft die Voraussetzungen für einen zukunftsfähigen Flughafen Zürich.

  
vom Freitag, 08.12.2006 20:01

Zürcher Fluglärmindex - Zuckersüss verkauft, Inhalt ungeniessbar!

Mitgliederversammlung 25. November 2006: ZFI, Zürcher Fluglärmindex - Zuckersüss verkauft, Inhalt ungeniessbar!
Hans-Rudolf Thomann, Mathematiker, Mitglied des SSF und ZgF (Züri Nord gegen Fluglärm), erklärt anhand von Berechnungen, was sich hinter der mathematisch komplexen Formel des ZFI verbirgt und warum der Flughafen nicht aber die Bevölkerung gut damit leben könnte...

>>> mehr info
  
vom Donnerstag, 16.11.2006 15:32

Flughafeninitiative und andere aktuelle Vorschläge

Der Schweizerische Schutzverband gegen Flugemissionen SSF verschafft Ihnen gerne einen kurzen Ueberblick über aktuelle politische Themen in Sachen Fluglärm, C02-Emissionen und Flughafeninitiative.

Was fordern die verschiedenen Vorschläge zum Flughafen Zürich:

Die Flughafeninitiative verlangt die Plafonierung der Flugbewegung auf 250'000 pro Jahr und 9 Stunden Nachtruhe. 2005 erfolgten total 267'363 Flugbewegungen. Davon fielen 229'980 auf den Linien- und Charterverkehr, 37'383 Bewegungen teilten sich auf Frachtverkehr, Privat-Luftfahrt und andere auf. Die Nachtruhe beträgt zur Zeit 5 Stunden.

Der aktuelle Vorschlag des Regierungsrats verlangt die Beschränkung des Lärms mit dem ZFI. Demnach dürften höchstens 47'000 Personen stark von Fluglärm betroffen sein. 2004 waren gemäss diesen Berechnungen 38'000 Personen stark von Fluglärm betroffen. Dieser Vorschlag enthält eine 7-stündige Nachtruhe.
Künftig würden also mehr Personen stark belärmt als bisher.

Die Behördeninitiative, eingereicht von 69 Gemeinden, wurde vom Kantonsrat am 7. November 2006 vorläufig unterstützt. Diese sieht eine Plafonierung bei 320'000 Flugbewegungen jährlich und 8 Stunden Nachtruhe vor. Gegenüber 2005 bedeutet dies eine Zunahme von 52'637 Flugbewegungen.

Gekröpfter Nordanflug: Gemäss neustem Gesuch des Flughafens soll die Kurve auf den Endanflug nach Sicht geflogen werden. Dies bedeutet, dass der Pilot die Piste bereits vor der Kurve sehen und die minimale Sichtweite für den Anflug somit zehn Kilometer betragen muss. Ausserdem darf die Wolkenuntergrenze nicht tiefer liegen als 3'100 Fuss (rund 950 m) über Meer. Der Kurvenflug nach Sicht bedingt, dass zusätzliche Hindernisbefeuerungen am Stadlerberg angebracht werden. In einer ersten Phase ist der gekröpfte Nordanflug für die Zeit zwischen 6 und 7 Uhr morgens vorgesehen.
Die Sichtminima führen dazu, dass dieser Anflug an ungefähr 40 Prozent der Tage möglich sein wird. Die Anflugkapazität liegt bei rund 18 bis 24 Anflügen pro Stunde.


Für den SSF ist klar: Nur die Flughafeninitiative bringt weniger Lärm, weniger Luftverschmutzung und hilft im Kampf gegen die Klimaschädigung.
Die Zeitungen sind im Zuge der 12. Uno Klimakonferenz voll von Schlagzeilen wie „Wirtschaftskollaps durch Erderwärmung?“, „Der Wandel des Klimas“. Es ist wissenschaftlich bewiesen und mittlerweile auch bis zu den bürgerlichen Politikerinnen und Politikern durchgedrungen: Unsere Umwelt erträgt die Nebenwirkungen unserer Lebensweise nicht mehr. Und trotzdem scheint die Zeit noch nicht reif zu sein, dass die Mehrheit zu eigenem Handeln bereit ist und auf gewisse Annehmlichkeiten verzichtet. Dazu gehört auch das Fliegen. Mit fadenscheinigen Begründungen wie „die Wirtschaft braucht ein ausbaubares Flugsystem“ wird versucht, gegen die Flughafeninitiative anzutreten. Dabei sagt sogar Achim Steiner, Direktor des Uno-Umweltprogramms: „Umweltschutz und Wirtschaft sind vereinbar.“ Es kann nicht sein, dass einerseits an einer internationalen Konferenz darüber diskutiert wird, wie künftig der CO2-Ausstoss reduziert und was mehr gegen die Klimaerwärmung getan werden kann und gleichzeitig wird von der Mehrheit bürgerlicher Politiker und Wirtschaftsvertreterinnen noch immer gefordert, dass der stark klimabelastende Flugverkehr grenzenlos wachsen dürfe. Es ist doch klar: Auch für den Flugverkehr müssen Klimaschutzziele gelten und das bedeutet weniger oder jedenfalls nicht mehr fliegen als heute. Nur ein Bewegungsplafond mit cirka der heutigen Anzahl Flugbewegungen nimmt den Klimaschutz ernst.

Die Regierung muss Mut beweisen und innovative Ideen entwickeln, wie sich die Wirtschaft trotz einer Plafonierung der Flugbewegungen auf 250'000 weiterentwickeln kann. Diese Perspektive ist möglich. Durch die Einschränkung der Flugbewegungen gibt es weitere Gewinner und Gewinnerinnen: Die geforderte Nachtruhe von 9 Stunden kann besser eingehalten werden und der Streit, wie der Fluglärm „verteilt oder konzentriert“ werden soll, wird auch nicht mehr so heiss gegessen wie gerührt. Fazit ist: Nur die Initiative bringt auf allen Ebenen einen Gewinn!

  
vom Montag, 30.10.2006 08:00

Mehr Lärm mit dem Zürcher Fluglärm-Index (ZFI)

Klare Forderungen der Flughafeninitiative:
Der Unmut über den Fluglärm ist in der Flughafen-Region Zürich bekanntlich besonders gross. Zigtausende Leute werden abends am Einschlafen gehindert, frühmorgens aus dem Schlaf gerissen, können ihren Garten, Sitzplatz oder Balkon wegen des Fluglärms nicht geniessen, leiden seit Jahren unter täglich hunderten von An- oder Abflügen und wollen daher endlich weniger Fluglärm. Verschiedene Organisationen, mit ihnen der SSF, haben deshalb 2004 die Flughafeninitiative mit klaren Forderungen lanciert und nach kurzer Sammelfrist mit einer Rekordzahl von Unterschriften eingereicht: Maximal 250'000 Flugbewegungen pro Jahr und minimal 9 Stunden Nachtruhe für den Flughafen Zürich!

Anzahl stark gestörte/belästigte Personen als Gegenvorschlag:
Die Zürcher Regierung und der Flughafen Zürich lehnen die Initiative ab und haben einen Gegenvorschlag ausgearbeitet. Die Anzahl durch den Fluglärm stark gestörter Personen soll ein bestimmtes Mass nicht überschreiten. Das wurde bereits im Januar 2006 bekannt gegeben. Spannend würde die Sache aber erst, wenn klar ist, wie viele Personen sich denn künftig durch den Fluglärm stark gestört fühlen sollen. Jetzt wissen wir es.

Künftig 47'000 durch den Fluglärm stark belästigte Personen:
Am 24. August 2006 wurde die magische Zahl dann bekannt gegeben: Die Regierung des Kantons Zürich allen voran Regierungsrätin und Flughafenverantwortliche Rita Fuhrer wollen mit ihrem Gegenvorschlag zur Flughafeninitiative zulassen, dass 47'000 Personen in der Flughafen-Region Zürich durch den Fluglärm stark gestört werden. Wäre die Zahl höher, müssten Massnahmen ergriffen werden, wäre sie tiefer, so würde dies in erste Linie mehr Flugbewegungen ermöglichen.

Abnahme der Belästigung durch Fluglärm? – Effektiv nicht!
Der Bevölkerung wird diese hohe Zahl an Fluglärm-Opfern als Abnahme des Fluglärms verkauft. Das geht so: Man nehme die Anzahl Flugbewegungen aus dem Jahr 2000 – es waren 326'000 – orientiere sich dann am heutigen Flugregime mit Südanflügen und vermehrten Ostanflügen über dichtest besiedelte Wohngebiete und berechne damit die damalige Anzahl stark durch Fluglärm gestörte Personen von 60'000. Dies bezeichne man dann als Mass für die effektive Belästigung, also für die tatsächliche Belästigung, im Jahr 2000, obwohl diese Kombination von Flugbewegungen und Flugrouten so gar nie existierte! Die vermeintliche Reduktion des Fluglärm erhält man dann im Vergleich von den effektiv nie da gewesenen 60’000 zu den künftig zulässigen 47'000 stark durch Fluglärm belästigten Personen. Sie ergeben den Zürcher Fluglärm-Index 100. Dies ist gemäss Zürcher Regierungsrat eine Abnahme der Belästigung durch Fluglärm...! – In Wirklichkeit effektiv nicht!

Realität 2004: „nur“ 38'000 stark belästigte Personen
Weniger beschönigend ist der Vergleich mit 2004. Diesen Berechnungen liegen die zurzeit gültigen An- und Abflugverfahren zugrunde und die damalige Anzahl Flugbewegungen. Die Zahl der damals stark durch Fluglärm belästigte/gestörte Personen liegt bei rund 38'000 – auch das ist noch immer eine grosse Zahl. Aber sie liegt deutlich tiefer als die von der Regierung zulässigen 47'000 stark belästigten Personen. Der Zürcher Regierungsrat gibt denn auch zu, dass nicht bei den heutigen ca. 265'000 Flugbewegungen sondern erst bei 325'000 Flugbewegungen der ZFI 100 erreicht wäre und erst dann Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Lärm ergriffen werden müssten.

Mehr Fluglärm mit dem ZFI
Wer also meint, mit dem Zürcher Fluglärm-Index würde der Fluglärm reduziert, muss sich eines „Schlechteren“ belehren lassen. Wird die richtige Bezugsgrösse gewählt – nämlich die effektive Zahl von Flugbewegungen und die heutigen Flugrouten – so kann statt der beschönigenden Abnahme um 22% eine Zunahme der Belästigung um 23% erfolgen!
Der Zürcher Regierungsrat bliebe damit nicht einmal seinem eigenen Beschluss vom 15. September 2004 treu. Damals hielt er unter dem Druck der am 7. Juli 2004 eingereichten Flughafeninitiative fest:
„Die Anzahl von schädlichem oder lästigem Fluglärm betroffenen Einwohnern ist zu begrenzen und zu verringern. Der Regierungsrat sucht daher nach Möglichkeiten, einen verbindlichen Richtwert für die vertretbaren Gesamtlärmimmissionen des Flughafens Zürich zu definieren.“
Das Verringern des schädlichen oder lästigen Fluglärms bleibt also auf der Strecke!

Grenzenloses Wachstum der Anzahl Flugbewegungen mit dem ZFI
Der Zürcher Fluglärm-Index nimmt die Belästigung der Bevölkerung als Massstab und diese ist abhängig von verschiedenen Faktoren:
- von der Anzahl Flugbewegungen,
- von der Besiedelungsdichte in den An- und Abflugrouten,
- von der Zusammensetzung der Flugzeugflotte bezüglich lärmigeren und lärm-günstigeren Flugzeugen,
- von der Dauer der Nachtflugsperre.
Der Wunsch der Flugverkehrs-Promotoren ist bekanntlich die Möglichkeit der weitgehend unbegrenzten Zunahme bei den Anzahl Flugbewegungen. Dass der ZFI dies ermöglicht zeigen nachfolgende Ausführungen und Zahlen.

Wird dank technischem Fortschritt der Fluglärm beim einzelnen Flugzeug reduziert, bzw. werden die lärmintensivsten Flugzeuge vom Flughafen Zürich verbannt, so steht dem Wachstum bei den Bewegungen nichts entgegen.

Flugbewegungen:
Ca. 270'000 im Jahr 2006 (davon rund 230'000 Linien- und Charterflüge)
325'000 Eichwert des ZFI
409'000 bei 1 dB weniger lauter Flugzeugflotte
515'000 bei 2 dB weniger lauter Flugzeugflotte
648'000 bei 3 dB weniger lauter Flugzeugflotte

dabei ist 1 dB der kleinste wahrnehmbare Lautstärkenunterschied!
(Berechnungen: H.R. Thomann, Zürich)

Der SSF weist solche Perspektiven entschieden zurück, denn der technische Fortschritt muss in erster Linie zu weniger Lärm führen und so die Bevölkerung entlasten. Er darf dem Wachstum der Anzahl Flugbewegungen nicht Tür und Tor öffnen!
Der SSF lässt sich vom ZFI nicht täuschen. Der Gegenvorschlag zur Flughafeninitiative bietet keinen Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm: die Anzahl stark durch Fluglärm belästigter/gestörter Personen nähme weiter zu, die Nachtruhe bliebe zu kurz und die Zahl der Flugbewegungen könnte grenzenlos wachsen.
Nur die Flughafeninitiative mit maximal 250'000 Flugbewegungen und 9 Stunden Nachtruhe bringt tatsächlich weniger Lärm, weniger Luftverschmutzung und weniger Klimaschädigung durch den Flugverkehr.

  
vom Dienstag, 23.05.2006 10:22

Lärm in Tourismusregionen, Pilotstudie Berner Oberland

Mit der Studie „Lärm in Tourismusregionen“ wollte der SSF die Bedeutung von Ruhe für Ferienorte erfahren und wissen, wie Gemeinden und Tourismusbüros ihr Feriengebiet bezüglich Lärm, insbesondere Fluglärm, beurteilen.

Resultate:
- Ruhe wird als sehr wichtig eingestuft und ist zentrales Verkaufsargument.
- Der Strassenlärm ist Störfaktor Nummer 1. Es gibt in der in der untersuchten Ferienregion nur wenige Orte, die Strassenlärm als nicht störend beurteilen.
- Der Fluglärm ist Störfaktor Nummer 2. Der Fluglärm stört (schwächer oder stärker) mit 11 Nennungen bei den Tourismusbüros und 20 Nennungen bei den Gemeinden. Hingegen erwähnen nur 4 Tourismusbüros und 8 Gemeinden keine Störung durch Fluglärm.
- Helikopter- und Militärfluglärm stören häufig. Rund 50% der Antwortenden fühlen sich durch Helikopter und/oder Militärflugzeuge gestört. Es folgt die Kleinaviatik und in Einzelfällen belästigen Linienflugzeuge und Modellflugzeuge die Leute in der Region.

Aus der Studie können folgende Schlüsse gezogen werden:
- Der Ruhe in unseren Ferienregionen kommt hohe Bedeutung zu. Entsprechend wichtig ist es, dass ihr Sorge getragen wird.
- Auch wenn die Region Berner Oberland nicht in der Nähe eines Landesflughafens liegt, so ist doch auch in dieser Region der Fluglärm ein Thema. Helikopterlärm und Militärfluglärm dürfen keinesfalls zunehmen. Eine Reduktion dieses Lärms käme den Ferienregionen zugute.
- Ausbauwünsche für Flugplätze und eine (vermehrte) zivile Nutzung nicht mehr benötigter Militärflugplätze widersprechen dem Ruhebedürfnis in Ferienregionen und sollen nicht bewilligt werden.

Die Studie bestätigt dem SSF, dass Massnahmen für weniger Fluglärm auch in Regionen abseits der Landesflughäfen sinnvoll sind und Ausbauten von Flugplätzen und vermehrte zivile Nutzung ehemaliger Militärflugplätze nicht bewilligt werden sollen, da sie den Regionen in einer Gesamtbetrachtung wohl mehr schaden als nützen.

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vom Son, 11.12.2005 09:53

Drei Minuten für die Flughafeninitiative!

Jährlich maximal 250'000 Flugbewegungen und mindestens 9 Stunden Nachtruhe, das verlangt die Flughafeninitiative für den Flughafen Zürich. Denn bezüglich Flugbetrieb muss die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner ebenso berücksichtigt werden wie die Interessen von Flugpassagieren und Wirtschaft.
Nehmen Sie sich daher drei Minuten Zeit, um Ihre Unterstützung für die Flughafeninitative namentlich bekannt zu geben. Tragen Sie sich auf www.flughafeninitiative.ch, Button "Wir sind dafür" in die Liste der bisher über 500 Unterstützenden ein. Der Eintrag verpflichtet zu nichts weiter und kostet auch nichts ausser eben etwa 3 Minuten Zeit.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

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vom Montag, 30.05.2005 17:17

Bericht über die Luftfahrtpolitik der Schweiz 2004

Bereits im Herbst 2004 nahm der SSF Stellung zum „Bericht über die Luftfahrtpolitik der Schweiz 2004“. Damals war es die erste Fassung, die Konsultativversion. Sie ist jetzt durch den „Bericht des Bundesrats“ ersetzt worden. Der Bericht wird in der kommenden Sommersession ab 30. Mai 2005 mit einer Diskussion von den Parlamentarierinnen und Parlamentariern zur Kenntnis genommen. Der SSF hat Konsultativversion und Bericht verglichen. Er bleibt dabei: Der Bericht über die Luftfahrtpolitik der Schweiz 2004 präsentiert sich als Zerreissprobe zwischen Förderung des Flugverkehrs und Anforderungen einer ökologischen Entwicklung. Der Spagat gelingt nur auf dem Papier – aber offenbar stört dies BAZL und Bundesrat nicht.

Was hat sich gegenüber der Konsultativversion geändert?
Wirtschaft über alles:
Beim Vergleich der beiden Fassungen der Luftfahrtpolitik fällt auf, wie sehr nun die Endfassung unter fast jedem Titel wieder die wirtschaftliche Bedeutung des Flugverkehrs ganz speziell hervorhebt. Da war die Konsultativvariante doch wesentlich neutraler formuliert. Die Worte des Lobes gipfeln in der Aussage: „Flughäfen sind die Lebensadern für jedes Land, insbesondere für die Schweiz als exportorientiertes Binnenland.“ – „Flughäfen, die Lebensadern“, kaum zu glauben, welche Bilder die Fliegerherzen in Bern da mit einem Flughafen verbinden.
Und à propos wirtschaftliche Bedeutung: Bekanntlich sind drei Viertel oder noch mehr der Flugreisen privater Natur und führen in die Ferien. Das schafft Arbeitsplätze, jedoch nicht nur das. Wenn das Geld statt für eine Flugreise z.B. fürs Bücherlesen, den Kinobesuch, auf der Velotour, bei Ferien in der Schweiz usw. ausgegeben wird, so werden ebenso Arbeitsplätze erhalten, gefördert, geschafft!

Angebot an Flugverkehr, wie es die Nachfrage verlangt:
Während in der Konsultativversion noch die Optionen aufgezeigt wurden, z.B. die angebotsorientierte Entwicklung der Flughäfen (das Angebot wird vorgegeben, nicht einfach der Nachfrage angepasst), bleibt jetzt nur noch die Haltung des Bundesrats stehen, nämlich die bisherige nachfrageorientierte Entwicklung, welche also darauf ausgerichtet ist, dass der Flugverkehr weiter zunimmt.

Für Kurzstrecken doch nicht so sicher die Bahn:
Verloren ging auch die klare Absicht, dass für Distanzen bis zu 4 Stunden grundsätzlich der Schiene der Vorzug gegeben werden soll. Übrig geblieben ist die Vermutung, dass mittel- bis langfristig bei Reisezeiten bis vier Bahnstunden (Geschäftsverkehr) und bis acht Bahnstunden (Freizeit- und Nachtverkehr) mit einer Verlagerung des Verkehrs zwischen den europäischen Zentren auf die Bahn gerechnet werden könne.

Oberste Verantwortliche statt Luftfahrtkommission:
Interessant ist auch, dass die breit zusammengesetzte Luftfahrtkommissionen nun aufgelöst wird, stattdessen wird „unter der Leitung des BAZL ein koordinierendes und beratendes Gremium geschaffen, in welchem die obersten Verantwortlichen des schweizerischen Luftfahrtsystems zusammengeschlossen sind“. Die Arbeitsfelder dieses Gremiums: „Gewährleistung eines hoch stehenden Sicherheitsstandards“, „Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit der schweizerischen Luftfahrt sowie deren nachhaltigen Entwicklung“. Insbesondere betreffend nachhaltiger Entwicklung dürfen wir also gespannt sein, was die „obersten Verantwortlichen des Luftfahrtsystems“ zu unternehmen gedenken....?!

Regionalflughäfen und Freizeitaviatik – schonen oder nicht?
Offenbar einen besonders guten Draht ins Bundeshaus haben auch die Regionalflughäfen und die Vertreter der Freizeitaviatik. Um die finanzielle Situation von Skyguide (Flugsicherung) zu verbessern, hielt die Konsultativversion – neben der finanziellen Regelung für Dienstleistungen von Skyguide im nahen Ausland – noch klar fest: „Eine zweite Massnahme betrifft die Aufhebung der Quersubventionierung zugunsten der Regionalflugplätze und der Freizeitaviatik. In Anwendung des Verursacherprinzips sind diese beiden Anspruchsgruppen zu höheren Abgeltungen zu verpflichten.“ Übrig bleibt davon im Bericht noch die allgemeine Aussage: „Ferner setzt er (der Bund) sich für ein verursachergerechtes Gebührensystem ein.“ Da fragt sich der SSF: Wird damit die ausgewiesene Kostenunterdeckung von jährlich 15 Mio. bei den Regionalflughäfen und 6 Mio. bei der Freizeitaviatik eingefordert?
Dies also ein paar Müsterli, wie der Hase bzw. die Luftfahrtpolitik läuft....

Wie wurde die Stellungnahme des SSF zur Konsultativversion einbezogen?
Der obige Abschnitt gibt auf diese Frage ja schon einige Antworten....
In Richtung geringerer Belastungen für Mensch, Umwelt und Klima, in Richtung ökologischer Dimension der nachhaltigen Entwicklung also wurden gegenüber der Konsultativvariante nicht nur keine Verbesserungen erzielt, sondern z.B. wie erwähnt betreffend Verlagerung von Kurzstrecken-Reisen auf die Schiene noch abgeschwächt.

Umweltbelastungen sind auf ein unbedenkliches Niveau zu senken:
Hingegen bleiben uns all die gut klingenden Aussagen, wie „Umweltbelastungen sind lokal und regional auf ein langfristig unbedenkliches Niveau zu senken, die Ressourcen sind zu schonen und global ist ein Beitrag zur Senkung der atmosphärischen Umweltbelastung zu leisten“, erhalten. Ebenso die Widersprüchlichkeit, wenn zwei Seiten weiter unter dem Titel „Luftfahrtpolitische Ziele und Handlungsschwerpunkte“ steht: „Es liegt im übergeordneten Interesse, die Schweiz ans europäische und aussereuropäische Ausland möglichst optimal anzubinden. Die Sicherstellung der bestmöglichen Erreichbarkeit erfolgt durch die Förderung eines nachfrageorientierten Angebots an Luftfahrtdienstleistungen sowie durch die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der schweizerischen Luftfahrtunternehmen. Konkret soll die bedarfsgerechte Anbindung der Schweiz an europäische und interkontinentale Zentren sichergestellt werden. Das Mittel zur Erreichung dieses Ziels ist der Luftverkehr.“
Umweltbelastungen senken und gleichzeitig die bestmögliche Erreichbarkeit via Flugzeug verlangen, selbst für die Zentren in Europa, das sind und bleiben Widersprüche, die offenbar die Damen und Herren im BAZL und im Bundesrat nur wenig oder gar nicht stören. Herzliche Gratulation zum Spagat!

Verbesserungen im Kleinsten:
Da kommen als kleinste positive Aspekte hinzu, dass im Kapitel Freizeitaviatik die Haltung des Bundesrats im Sinne des SSF erweitert wurde. Die Zulassung der Ecolight-Flugzeuge steht nicht mehr alleine, sondern wird dadurch ergänzt, dass sich der Bundesrat einsetzt „für flankierende Massnahmen, um eine wesentliche Zunahme der Freizeitaviatik zu vermeiden“ und „für die Ausscheidung von Rohezonen, um wichtige Gebiete vor Belastungen durch die Freizeitaviatik zu schonen“.

Der SSF hält daher an seinen Forderungen fest:
- Kein weiteres Wachstum des Flugverkehrs
- Keine Mindestversorgung mit Fluglinien im Sinne eines Service public
- Mehr Gewicht für die Nachhaltigkeit – Reduktion der Belastungen
- Kostenwahrheit wird unterstützt – Umsetzung innert weniger Jahre erforderlich
- Gesellschaftliche Solidarität bedeutet gute Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu den Landesflughäfen, statt für jede Region einen „Regionalflugplatz“
- Stete Mitwirkung aller Beteiligter statt einseitige Interessenvertretungen
- Wahrung der Interessen von Mensch und Umwelt vor bedarfsgerechter Anbindung
- Mobilitätsansprüche mit den Anforderungen einer ökologischen Entwicklung in Einklang bringen
- Für kurze Distanzen - 500 km, langfristig 1000 km – die Schiene
- Engagement auf internationaler Ebene: Kostenwahrheit, Kerosinbesteuerung und Klimaschutzvorgaben für den Flugverkehr
- Gebirgslandeplätze: Vorrang für Naturschutz und Ruhe
- Ecolight-Flugzeuge: Ersatz Ja – Mengenausweitung Nein
- Landesflughäfen: Begrenzungen zu Gunsten von Mensch, Umwelt und Klima sind zwingend
- !!!








  
vom Mittwoch, 13.04.2005 11:17

Aktion aller Bürgerorganisationen rund um den Flughafen und des SSF

Sämtliche Bürgerorganisationen aus allen vier Himmelsrichtungen werden an einer gemeinsamen Kundgebung anlässlich der Generalversammlung von Unique folgende Forderungen vertreten:

250'000 Bewegungen sind genug
9 Stunden Nachtruhe für alle

Diese friedliche Aktion wird am Donnerstag, 14.4.05 ab 15:30 Uhr vor dem Kongresshaus in Zürich stattfinden. Es ist dies der erste gemeinsame Auftritt ALLER Bürgerorganisationen rund um den Flughafen, die sich für die Lebensqualität ihrer Regionen einsetzen. Die Medien sind hierzu herzlich eingeladen.

Für diese gemeinsame Aktion gibt es keinen Mediensprecher. Die Ihnen bekannten Mediensprecherinnen und Mediensprecher der einzelnen Organisationen geben Ihnen gerne Auskunft bei weiteren Fragen.


Organisationskomitee "GV Unique"
Zürich, 11.4.2005


Teilnehmenden Organisationen:
Aktion für zumutbaren Luftverkehr (AFZL) / Arbeitsgruppe Stettbach gegen den Fluglärm / Bürgerprotest Fluglärm Ost (BFO) / Fluglärmsolidarität (FLS) / HEV Dübendorf & Oberes Glattal / IG Floh / Ikarus Erben, Watt-Regensdorf / Interessengemeinschaft zur Erhaltung der Lebensqualität in Winkel, Rüti, Seeb (IGEL) / Ja zum Schutzverband, Eglisau / Komitee für mehr Lebensqualität und weniger Fluglärm im Glattal / Schweizerischer Schutzverband gegen Flugemissionen (SSF) / Stopp den Südanflügen über Zürich! (StüZ) / Verein Flugschneise Süd – NEIN (VFSN) / Zürcher Unterland für gerechte Fluglärmverteilung (ZUF) / Zürich-Nord gegen Fluglärm (ZGF)

  
vom Dienstag, 28.09.2004 09:46

Bericht über die Luftfahrtpolitik der Schweiz 2004, Stellungnahme des Schweizerischen Schutzverbandes gegen Flugemissionen SSF

Der Bericht über die Luftfahrtpolitik der Schweiz 2004 präsentiert sich als
Zerreissprobe zwischen Förderung des Flugverkehrs und Anforderungen einer ökologischen Entwicklung. Der Spagat gelingt nur auf dem Papier, in der Realität ist zu entscheiden, was wichtiger ist und Vorrang hat. Der SSF fordert Priorität bei der ökologischen Entwicklung!

Im Einzelnen sind folgende Schwerpunkte zu setzen:
- Kein weiteres Wachstum des Flugverkehrs.
- Keine Mindestversorgung mit Fluglinien im Sinne eines Service public.
- Mehr Gewicht für die Nachhaltigkeit. Reduktion der Belastungen!
- Kostenwahrheit wird unterstützt. Umsetzung innert weniger Jahre zwingend.
- Gesellschaftliche Solidarität bedeutet gute Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu den Landesflughäfen, statt für jede Region einen „Regionalflugplatz“.
- Mitwirkung der Betroffenen hat bereits bei der Planung zu erfolgen, nicht nur mittels Anbringen von Beschwerden an geeigneter Stelle.
- Bedarfsgerechte Anbindung nur unter Wahrung der Interessen von Mensch und Umwelt.
- Mobilitätsansprüche mit den Anforderungen einer ökologischen Entwicklung in Einklang bringen!
- Für kurze Distanzen - 500 km, langfristig 1000 km – die Schiene!
- Engagement auf internationaler Ebene: Kostenwahrheit, Kerosinbesteuerung und Klimaschutzvorgaben für den Flugverkehr.
- Gebirgslandeplätze: Vorrang für Naturschutz und Ruhe!
- Ecolight-Flugzeuge: Ersatz Ja – Mengenausweitung Nein!
- Landesflughäfen: Option 2: Der Bundesrat unterstützt eine angebotsorientierte Entwicklung der Flughäfen.

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vom Mittwoch, 07.07.2004 14:17

21'500 Unterschriften für die Volksinitiative "für eine realistische Flughafenpolitik"

Am Mittwoch, 7.7.2004 reichte das Initiativkomitee die kantonale Volksinitiative "für eine realistische Flughafenpolitik" ein. Mit 21'500 Unterschriften ist dies die erfolgreichste Initiative im Kanton Zürich! Die Tatsache, dass Personen aus allen Gemeinden rund um den Flughafen (zum Teil über 20% der Stimmberechtigten!) unsere Forderungen unterschrieben haben, zeigt uns die breite Abstützung in der Zürcher Bevölkerung.

Den Wunsch nach 9 Stunden Nachtruhe und einer Bewegungsbegrenzung bei 250'000 Flugbewegungen teilen mittlerweile auch diverse Gemeinden der Bezirke Meilen und Uster. Sie unterstützen damit die Eckwerte aller Bürgerorganisationen im Kanton Zürich.

Unique hat bei diversen Gelegenheiten geäussert, dass sie einen Flughafen mit 250'000 Bewegungen wirtschaftlich erfolgreich betreiben kann. Auch den Bedürfnissen der Wirtschaft wird mit dieser Grösse voll entsprochen. Damit gibt es bei der Umsetzung dieser Initiative keine Verlierer.

Die Standortattraktivität eines Kantons hängt auch ganz entscheidend vom Erholungsfaktor seiner Regionen ab. Mit der Verlängerung der Nachtruhe tragen wir diesem Bedürfnis endlich Rechnung. Die Zürcher Regierung hat dies in den letzten Jahren nicht nur versäumt, sondern mittels superprovisorischer Verfügung vor Bundesgericht Anfang 2002 sogar erfolgreich bekämpft!

Nun ist es Zeit, das Volk entscheiden zu lassen. Mit dieser Initiative stellen wir die Interessen der Bürgerinnen und Bürger unseres Kantons wieder in den Vordergrund.


Die Volksinitiative "für eine realistische Flughafenpolitik" wurde von sieben Organisationen aus allen Himmelsrichtungen rund um den Flughafen Zürich und vom Schweizerischen Schutzverband gegen Flugemissionen SSF lanciert:
 
- Bürgerprotest Fluglärm Ost
- Dachverband Fluglärmschutz
- Igel Winkel
- Ja zum Schutzverband Eglisau
- SSF Schweizerischer Schutzverband gegen Flugemissionen
- Verein Ikarus Erben
- ZUF Zürcher Unterland für gerechte Fluglärmverteilung
- Zürich-Nord gegen Fluglärm

Mittwoch, 28.04.2004 12:48
  
vom Son, 07.09.2003 15:26

Lärmmessungen rund um den Flughafen

Der Dachverband Fluglärmschutz DVFS hat mit dem Projekt "Sonic" rund um den Flughafen vier Messstationen für Schallmessung eingerichtet. Alle Messstationen liegen ca. 5 km vom Flughafen entfernt, weitere Messstationen sollen folgen. Die Daten der permanenten Schallmessung werden als Grafik dargestellt und ins Internet übertragen.
Mit den Lärmkurven wird der (Flug-)Lärm in den verschiedenen Regionen sichtbar und wer - durch besonders laute Überflüge gestört - ein Beschwerdemail an den Flughafen versenden möchte, findet dazu gerade ein vorbereitetes Mail.

  
vom Don, 26.06.2003 14:58

Protest gegen das erneute finanzielle Zugeständnis des Bundesrates zu Gunsten der Swiss

An den Bundesrat
Bundeshaus
3011 Bern

Protest gegen das erneute finanzielle Zugeständnis des Bundesrates zu Gunsten der Swiss

Der SSF protestiert dagegen, dass die Swiss erneut finanzielle Unterstützung durch den Bundesrat erhält, indem gewisse Inlandflüge von der Mineralölsteuer befreit werden sollen.

Der Flugverkehr ist seit jeher steuerlich äusserst wenig belastet, denn Flugkerosin ist für internationale Flüge von der Mineralölsteuer befreit. Wenigstens auf Inlandflügen musste auch der Flugverkehr die üblichen „Benzinsteuern“ bezahlen.
Der Flugverkehr wird durch die Steuerbefreiung massiv subventioniert und deckt die durch ihn verursachten externen Kosten – Beeinträchtigung von Gesundheit und Wohlbefinden, Umwelt- und Klimaschädigung – bei weitem nicht. Daher hat sich auch der Bundesrat vor noch nicht allzu langer Zeit dafür eingesetzt, dass die Kerosin-Besteuerung auf internationaler Ebene eingeführt wird.
Gewisse Inlandflüge – also Kürzeststreckenflüge – nun von der Minaeralölsteuer zu befreien, weist klar in die falsche Richtung!
Der SSF protestiert gegen diesen Entscheid des Bundesrates!

Schweizerischer Schutzverband gegen Flugemissionen SSF
26. Juni 2003

Namens des SSF
Vreni Püntener-Bugmann, Präsidentin SSF

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