Bern-Belp

Beschwerden und Einsprachen in Bern

Die Ausbaupläne am Flughafen Bern sind durch eine Flut von Einsprachen ins Stocken geraten. Die Vereinigung gegen Fluglärm VgF hat in dreifacher Hinsicht juristische Schritte gegen Vorhaben des Flughafenbetreibers vorgenommen:

  • Nach erfolgter Plangenehmigung der 4. Ausbauetappe am Flughafen Bern durch das UVEK (BAZL) hat die VgF gemeinsam mit Umweltverbänden beim Bundesverwaltungsgericht (BVGer) Beschwerde erhoben. Diese bewirkte unter anderem, dass das Bundesamt für Umwelt BAFU als Fachbehörde des Bundes zu Auswirkungen der Bauvorhaben resp. zum Umweltverträglichkeitsbericht ausführlich Stellung nehmen muss. Das Verfahren ist noch hängig.
  • Ebenfalls hängig ist die Beschwerde beim BVGer gegen die Genehmigung des neuen Betriebsreglements des Flughafens Bern. Die Beschwerde richtet sich gegen den Verzicht auf lärmmindernde Massnahmen, gegen die Flexibilisierung der Betriebszeiten und fordert eine Koordination mit den weiteren Genehmigungsverfahren der geplanten Ausbauschritte.
  • Seit der Einsprache gegen den geplanten Südanflug GNSS herrscht zu diesem Verfahren Funkstille.

Seit mehreren Monaten verkehren vermehrt Linienflüge kurz vor 6 Uhr oder – wegen Verspätungen – nach 23 Uhr in Bern und verletzen so die Nachtflugsperre. Die VgF hat mit der Flughafenleitung diesbezüglich das Gespräch gesucht.

Biel-Kappelen

Gegen die Pistenverschiebung in Biel-Kappelen sind neben einer, von der VgF unterstützten Sammeleinsprache, weitere 35 Einsprachen erfolgt. Nach Stellungnahmen durch BAFU und BAZL ist frühestens im Sommer mit einem Entscheid in dieser Angelegenheit zu rechnen.

Guido Frey, MBA
Geschäftsführer Vereinigung gegen Fluglärm (VgF)