Buochs

Flugplatz-Bestvariante

Nach einer umfassenden Evaluation wurde am 22. Januar 2016 mit der Variante Süd 2a die so genannte Bestvariante für das Flugfeld Buochs vom Kanton Nidwalden öffentlich kommuniziert. Die räumliche Anordnung und Verortung der aviatischen Zentrale, das General Aviation Center (GAC), ist im Raum «Faden», Buochs, geplant. Zusätzlich soll dort ein Gelände für Industrie- und Gewerbebauten entstehen.

Der Ausbau des Flugfelds Buochs wird bei einem Vollausbau samt Um- und Rückbauten (teilweise der Südpiste und Rollwege sowie von Hochbauten) rund 50 Millionen Franken kosten. Eine «Bestvariante» für die Finanzierung lag im Januar jedoch noch nicht vor.

In der Baudirektion Nidwalden rechnete man offensichtlich nicht damit, dass der SBFB als Teilnehmer des Begleitgremiums der Flugplatz-Variantendiskussion und daher in Kenntnis der Fakten sowie weiterer relevanter Informationen ebenfalls mit Medienmitteilung vom 22. Januar dem Mega-Vorhaben das notwendige «Preisschild» verpasste.

Rückbau angelaufen

Im Februar/März 2016 ist auf dem Militärflugplatz Buochs der Rückbau von Flächen angelaufen, die die Genossenkorporationen Buochs, Ennetbürgen und Stans im Dezember 2013 von der Eidgenossenschaft (Armasuisse) gekauft haben. Insgesamt handelt es sich um gegen 80’000 m2, die rekultiviert werden. Der Hauptanteil der Fläche, die nicht mehr für den Flugverkehr benötigt wird, liegt auf Gemeindegebiet von Buochs. Die Genossenkorporationen wurden in den Kaufverträgen mit der Auflage verpflichtet, die Rückbauten auf eigene Rechnung vorzunehmen.

Die Rekultivierung zulasten der Genossenkorporation Buochs beläuft sich auf 7 bis 9 Millionen Franken, was wohl als untere Kostenbandbreite zu betrachten ist. Für die erste Etappe der Renaturierung von rund 10’000 m2 wurde 10’000 Kubikmeter Erde benötigt.

Eine besondere Herausforderung der auf mehrere Jahre angelegten Rekultivierung wird der Rückbau der Südpiste sein, weil schädliche Verbindungen zu erwarten sind. Problematisch sind vorab die polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK). Diese entstehen während so genannten Niederlast-Phasen (Startvorbereitung, Rollen, Landung), wenn in den Triebwerken relativ niedrige Temperaturen herrschen und als Folge davon das Kerosin nicht vollständig verbrannt wird. Solchermassen belastetes Erdmaterial bedarf einer sehr aufwändigen, kostspieligen Entsorgung.