Buochs

Veränderung Ortsbild «Faden»

Die Bautätigkeit auf der Südseite des Flugfeldes wirkt sich deutlich wahrnehmbar auf das Ortsbild im Gebiet «Faden» der Gemeinde Buochs aus. Dies ergibt sich bereits aus der laufenden Bautätigkeit der Strukturbauhalle der Pilatus Flugzeugwerke AG. Es ist absehbar, was dies bezüglich der weiteren geplanten Bauten bedeutet.

Bereits auf der Fotomontage gemäss damaliger Planung erschien die neue Strukturbauhalle der Pilatus Flugzeugwerke AG in der Industriezone auf der Südseite des Buochser Flugfelds sehr gross. In der Realität präsentiert sich nun der Bau entlang der Autobahn A2 mit seinen unübersehbaren Dimensionen – 200 m lang, 65 m breit und 17 m hoch – noch voluminöser. Die Halle soll Mitte 2019 in Betrieb genommen werden. Dieser Bau ist der Vorbote dessen, wie sich das Gebiet «Faden» baulich entwickeln dürfte und wie sich das dortige Ortsbild verändert.

Weitere geplante Bauten

Im östlich gelegenen Flugfeldperimeter sind weitere Bauten geplant. Die grössten drei davon mit den bisher bekannten Längen- und Breitenmassen sind:

  • Pilatus-Halle Flugzeugunterhalt:
    120 x 58 m (6’960 m2)
  • Hangar 1 der ABAG:
    96.1 m x 32 m (3’075.2 m2)
  • Hangar 2 der ABAG:
    66.1 m x 32 m (2’115.2 m2)

Es ist derzeit vorgesehen, dass die beiden Flugzeughangars ebenfalls parallel zur Autobahn und in diesem Bereich auch der Engelberger Aa entstehen, und zwar gleich nebeneinander, somit auf einer Gesamtlänge von 162.2 m (und 32 m Breite). Die Halle für den künftigen Flugzeugunterhalt («Maintenance») der Pilatus verläuft von Süden gegen Norden und schirmt den künftigen Flugplatz Buochs gegen Westen ab. Östlich davon ist die Fläche für den so genannten Tarmac (offene Flugzeugabstellflächen). Die nachstehende Abbildung mit den roten Flächen zeigt die Gebäudeanordnung.

Massiv grössere Hangarflächen

Die bisherigen beiden Zelthangars (20 x 30 m und 25 x 40 m) werden durch neue Hangars ersetzt. Was bedeutet dies hinsichtlich bisheriger und künftiger Hangar-Flächen (H1 und H2)?

Hangar-Flächenvergleich

Bisher Neu + / - %
H1 600 m2 3075 m2
H2 1000 m2 2115 m2
Total 1600 m2 5190 m2 +224 %

Die Gesamtfläche der Hangars wird somit von heute 1’600 m2 auf 5’190 m2 (+3590 m2 oder +224%) massiv erhöht werden. Dies, weil die Airport Buochs AG auf das Geschäftsmodell «Hangaring » setzt. Das heisst: Vermietung von (diskret) geschützten Flugzeugabstellplätzen. Bisher eingeplante Baukosten für beide Hangars: 7,2 Millionen Franken.

Öffentliche Auflage

Wann die öffentliche Auflage zu den Gesuchen der aviatischen Bauten der Airport Buochs AG (ABAG) im Flugfeldperimeter stattfindet, ist derzeit offen.

Klarer scheint es nun weiterzugehen mit dem Gesuch der ABAG von Ende April 2017 an das Bazl im Zusammenhang mit der Umnutzung (Ausmusterung) des Militärflugplatzes Buochs in ein rein ziviles Flugfeld, dem Betriebsreglement und der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP).

Ursprünglich war angedacht, dass diese öffentliche Auflage anfangs 2018 hätte erfolgen sollen. Doch es zeichnete sich bereits im zweiten Quartal 2017 anlässlich der Vorprüfung des Bundes ab, dass das eingereichte Gesuch nicht auflagefähig war und folglich – einmal mehr – auch nicht genehmigungsfähig gewesen wäre.

Mittlerweile steht fest, dass das Gesuch gleich in mehreren Punkten hat angepasst und ergänzt werden müssen. Deftig in Zeitverzug, dürfte die öffentliche Auflage im November/Dezember 2018 stattfinden.

Paul Mazenauer, Präsident SBFB