Schänis

Neues Betriebs- und Clubgebäude

Das Betriebsgebäude der Schäniser Flugfeldbetreiberin, Alpine Segelflugschule Schänis AG (ASSAG), soll für 2.2 Millionen Franken ersetzt werden.

Wahrlich ein stolzer Betrag für ein Flugfeld, das einzig derVergnügungs-, Sport- und Hobbyfliegerei dient.

Neuer Baurechtsvertrag

Was die breite Öffentlichkeit nicht weiss: Das Flugfeld Schänis gehört dem Bund und wird den Nutzern im Baurecht abgegeben. Im Frühjahr 2017 konnte der Baurechtsvertrag für das Flugfeldgelände für weitere 60 Jahre verlängert werden und damit der Grundstein für den Neubau gelegt werden.

Hinter dem Projekt stehen die Piloten der in Schänis ansässigen Segelfluggruppe Lägern, des Oldtimerclubs Schänis OCS, die Swiss Aerobatic Gliding Association SAGA und die Alpine Segelflugschule
Schänis.

Die Segelfluggruppe Lägern wurde 1935 als SG Dübendorf gegründet, flog dann lange Zeit in Dällikon am Fuss der Lägern und zügelte 1964 nach Schänis.

Ende August 2018 gaben die Aktionäre der ASSAG grünes Licht für eine Kapitalerhöhung für das neue, zweigeschossige Betriebs- und Clubgebäude samt Restaurant.

Subventionen

Angeblich bringen die Piloten mehr als eine Million Franken selber auf. Das ist löblich. Noch löblicher wäre es, wenn nicht auch die öffentliche Hand mit Steuergeldern im Umfang von 414’000 Franken einspringen müsste, nämlich die Gemeinde Schänis, die Kantone (vorab St.Gallen) und selbst auch der Bund.

Finanzierungseckdaten

- Ordentl. Kapitalerhöhung (inkl. Agio) Fr. 750’000
- Liquide Eigenmittel Fr. 358’000
- Hypothek Fr. 700’000
- diverse Subventionen Fr. 414’000
Total Baukosten Fr. 2’222’000

Zudem ist von einer weiteren, verborgenen Subvention auszugehen, die sich in den jährlich wiederkehrenden Betriebskosten des Neubaus zum Vorteil der Bauherrin niederschlägt, nämlich von erheblich vergünstigten Baurechtszinsen. Oder gar einem Baurechtszins-Verzicht des Bundes? In der Betriebskostenrechnung der ASSAG sucht man die Position «Baurechtszinsen » jedenfalls vergeblich.